5 Empfehlenswerte nicht komedogene Cremes für Mischhaut

Text von Mischhaut.com Team | 17.04.2019

Nicht komedogene Creme für Mischhaut

Mischhaut richtig zu pflegen, ist eine echte Herausforderung. Denn dieser Hauttyp ist letztendlich eine Kombination aus fettiger (an Stirn, Nase und Kinn, „T-Zone“ genannt) und trockener Haut (Wangenbereich). Es ist nicht immer einfach, ein Pflegeprodukt zu finden, welches beiden Extremen gerecht wird. So ist vor allem die ölige T-Zone auf eine nicht komedogene Creme angewiesen.

Eine nicht komedogene Creme wird so genannt, weil sie überwiegend aus nicht komedogenen Inhaltsstoffen besteht. Diese Zutaten pflegen Deine fettigen und zu Unreinheiten neigenden Hautpartien richtig, ohne sie durch ein Übermaß an Fett zu belasten.

Was heißt nicht komedogen und was ist der Komedogenitätsgrad?

Ein Inhaltsstoff ist komedogen, wenn er die Entstehung von Unreinheiten begünstigt. Eine komedogene Substanz verstopft die Talgdrüsen, wodurch sich ein Rückstau des hauteigenen Sekrets aufbaut. Das Resultat bringt gleich ein Doppelpack von Übeln mit: Erstens wird die Haut durch die Verstopfung nicht mehr richtig befeuchtet. Zweitens wird der Teint durch die knapp unter der Hautoberfläche liegenden Talgmengen extrem fettig.

Nicht komedogene Stoffe verursachen logischerweise das Gegenteil der oben genannten Folgen. Sie sind speziell darauf ausgerichtet, die Poren nicht zu verstopfen. Stattdessen sorgen komedogene Zutaten sogar für eine Reinigung – das heißt, sie absorbieren bei der Anwendung Unreinheiten und kleine Schmutzpartikel, welche zuvor die Talgdrüsen verschlossen hielten.

Der Komedogenitätsgrad wird mithilfe einer Skala dargestellt, deren Werte üblicherweise von 0 bis 5 reichen. Der Wert drückt demnach aus, wie stark die Bildung von Pickeln und Mitessern am Ausgang der Talgdrüsenfollikel begünstigt wird. Ein niedriger Komedogenitätsgrad bedeutet, dass eine Verstopfung der Follikel unwahrscheinlich ist, während bei einem Komedogenitätsgrad von 4 oder 5 weitere Unreinheiten der Haut zu erwarten sind.

Beliebte Inhaltsstoffe und deren Komedogenitätsgrad

Um Dir einen schnellen Überblick über komedogene und nicht komedogene Substanzen zu verschaffen, haben wir eine Auswahl von häufigen Inhaltsstoffen und deren Komedogenitätsgrad zusammengetragen.

a) Komedogenitätsgrad 5:
Bei Mischhaut unbedingt meiden.
Algenextrakte, Paraffinwachs, Silikonöl, Leinsamenöl, Vaseline, Steinkohlenteer, Kochsalz und Weizenkeimöl.

b) Komedogenitätsgrad 4:
Starke Komedogenität.
Kokosöl, Kokosbutter. Lipide, Palmöl, Fettalkohol, Wollwachs, Basis Milchsäure, Olivenöl, Kakaobutter

c) Komedogenitätsgrad 3:
Diese Stoffe könnten in geringen Konzentrationen in einer Gesichtscreme für Mischhaut verträglich sein.
Erdnussöl, Kolloidaler Schwefel, Sojaöl, Gehärtetes Pflanzenöl, Haifischleberöl, Basis Sorbit Pflanzenöl, Stearinsäure, wasserlöslicher Schwefel und Maisöl.

d) Komedogenitätsgrad 2:
Diese Stoffe fallen im Grunde bereits unter die „nicht komedogenen Stoffe“. Nur bei starker Problemhaut meiden.
Erdnussöl, Färberdistelöl, Basis Stearinsäure, Basis Propylenglykol, Sandelholzsamenöl und Olivenöl.

e) Komedogenitätsgrad 1:
Diese Substanzen sollten auch bei empfindlicher Mischhaut und sehr fettigen Partien problemlos sein.
Basis Propylenglykol, raffiniertes Sesamöl und Färberdistel(öl).

f) Komedogenitätsgrad 0:
Diese Stoffe sollten auch bei starker Akne und fettiger Haut eine hervorragende Pflege bieten:
Vitamin A und D Mischung, Arachinsäure, Nerzöl, Schwefel in Vaseline, Traubenkernöl, Aloe Vera, Kaktusfeigenöl, Grüner Tee, Jojobaöl, Ringelblumenöl, Melisse und Hamamelis.

Warum eine Feuchtigkeitscreme mit einem geringen Fettanteil bei Mischhaut?

Nicht komedogene Feuchtigkeitscreme

In der Einleitung hast Du schon erfahren, dass Mischhaut aus zwei Komponenten besteht: fettige Stellen (T-Zone) und trockene Partien (Wangen). Die glänzende Haut der T-Zone ist bereits durch das Verstopfen der Talgdrüsen „überfettet“. Da der Talg nicht mehr so abfließen kann wie normal, bilden sich unter der Haut kleine Fettansammlungen – so entstehen Pickel und Mitesser.

Eine reichhaltige, fettreiche Feuchtigkeitscreme würde den öligen Partien Deines Gesichts noch einmal neues Fett hinzugeben. Dadurch würde ein Teufelskreis ins Rollen gebracht werden: Die Haut wird immer fettiger und besteht aus vielen kleinen Entzündungsherden. Da auch diese öligen Bereiche Feuchtigkeit benötigen, empfiehlt sich unbedingt eine Feuchtigkeitscreme auf Wasserbasis.

Ist ein Feuchtigkeitsserum eine Alternative?

Ja, auf jeden Fall. Die Wirkstoffe in Seren sind sehr viel ergiebiger als in einer Creme. Der wichtigste Vorteil liegt in der Grundsubstanz: Selbst Cremes auf Wasserbasis benötigen noch immer einen kleinen Anteil Fett, um zu funktionieren. Bei einem Serum kann es allerdings vorkommen, dass die Haut „überpflegt“ wird. Daher solltest Du es deutlich sparsamer einsetzen als eine Creme. Wer lieber weniger pflegt und den Preis nicht scheut, ist mit einem Serum gut versorgt. Viele Kosmetiker verwenden allerdings ein Serum 1 bis 2mal pro Woche als Ergänzung zur fettarmen Gesichtscreme.

Die richtige Pflege Routine bei Mischhaut

Als Problemhauttyp benötigt Mischhaut ihre eigene Pflege, um gut zu gedeihen. Unser Leitfaden kann Dir nur eine Hilfestellung geben – in den meisten Fällen muss jeder individuell entscheiden, welche Pflegeroutine die richtige ist .

Bei Mischhaut sollte 2mal täglich das Gesicht mit lauwarmem Wasser gereinigt werden. Benutze dafür am besten einen Waschhandschuh und achte darauf, dass Wasser über alle Gebiete gelaufen ist. Ergänzend kannst Du Waschschaum verwenden oder ein mildes Gesichtswasser (z.B. Mizellenwasser). Das Auftragen der Creme sollte immer erst nach der gründlichen Reinigung erfolgen. Abends solltest Du Deine (fettarme) Nachtcreme nach der Reinigung auftragen.

Fazit

Mischhaut ist in allen kosmetischen Belangen eine Herausforderung. Doch mit den richtigen Informationen, kannst Du mit den richtigen Produkten, Deiner Mitarbeit und Glück einen gleichmäßigeren Teint bekommen, während die Pickel dezimiert werden.

Bilderquellen

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